• Lara Seidel

Mein Jahr in der Denkmalpflege geht zu Ende…

Direkt zu Beginn meines FSJ habe ich bereits einen Blogbeitrag verfasst, in dem ich über meine ersten Tage und Eindrücke im Atelier berichte. Nun geht mein Jahr zu Ende und ich durfte viel Neues dazu lernen.

Zu meinen Aufgaben gehörten das Konservieren und Restaurieren von Gemälden und Skulpturen. Dabei können die Arbeitsschritte immer variieren, da sie individuell auf das Objekt angepasst werden. Am meisten hat es natürlich Spaß gemacht, wenn bei einer Reinigung oder einer Firnisabnahme ein Ergebnis wie Tag und Nacht entstanden ist. Aber nicht nur die Arbeit im Atelier hat sehr viel Spaß gemacht, sondern auch die Arbeit außerhalb, in den Kirchen. Es war interessant zu sehen, was eigentlich hinter so einer Konservierung und Restaurierung der Ausstattung steckt, denn ich glaube das wird sehr unterschätzt. Unter anderem gelangt man in die hintersten Winkel einer Kirche, die man als Besucher nie zu Gesicht bekommt.



Wenn man mich nach meinem Highlight in diesem Jahr fragen würde, wäre es das erste Gemälde, das ich von Anfang an alleine restaurieren durfte. Von der Überlegung der aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte bis hin zur Durchführung und Fertigstellung. Alles war dabei: Malschichtfestigung, Firnisabnahme, Kittung, Retusche und neuer Firnisauftrag. Die Retusche war dabei das Schwierigste, da ich zuvor noch nie etwas retuschiert habe. Auch wenn die Retusche ein bisschen gedauert hat, konnte sie sich sehen lassen und ich war schon ein bisschen stolz auf mich. Nach einiger Zeit hat das Retuschieren auch immer besser geklappt.


Während des Jahres hat man auch sechs Seminare, die von den Jugenbauhütten organisiert sind und bei denen man mit den anderen Freiwilligen in der Denkmalpflege zusammenkommt. Die Seminare waren zum größten Teil sehr cool und haben echt Spaß gemacht, unter anderem lernt man auch viele neue Leute kennen.

Beruflich geht es für mich zwar in diesem Bereich nicht weiter, aber ich bereue es nicht, diese Erfahrung gemacht zu haben und ich würde es auch wieder tun. Wer sich also für ein FSJ in der Denkmalpflege oder explizit für den Studiengang Gemälderestaurierung interessiert, dem kann ich es nur ans Herz legen. Das FSJ wird nämlich auch als Vorpraktikum an den meisten Hochschulen anerkannt.



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